
Ich liebe es meine Bücher 'Kissenbücher' zu nennen.
Du brauchst sie nicht von Anfang bis Ende durchzulesen.
Lege sie nur unter Dein Kopfkissen und schlafe darüber.
Du wirst glücklich aufwachen.
Burhanuddin Herrmann

Warum fragst Du gerade den Esel in mir,
mit dem Esel in Dir zu sprechen,
wo ich doch so viele andere wunderschöne Tiere
und glanzvolle farbige Vögel in mir habe,
die alle sehnsüchtig darauf warten,
etwas Wundervollesund Aufregendes
zu Deinem Herzen zu sagen?
Laß uns all die verschlossenen
Türen unserer Augen öffnen,
die uns davon abhalten,
die Intelligenz kennenzulernen,
die Liebe erzeugt,
und ein lebhafteres
und befriedigenderes Gespräch
mit dem Freund.
Laß uns unsere goldenen Falken loslassen,
damit sie sich im Himmel treffen können,
wo unser Geist hingehört,
schmusend,
wie zwei heißblütige Heranwachsende.
Hafiz
Wir sind nicht hierhergekommen,
um Gefangene zu machen,
sondern um uns immer tiefer hinzugeben,
der Freiheit und der Freude.
Wir sind nicht in diese vorzügliche Welt gekommen,
um von der Liebe als Geiseln gehalten zu werden.
Renne weg,
mein Lieber.
Von allem, was sie nicht stärken mag,
Deine wertvollen,
aufblühenden Flügel.
Laufe wie der Blitz,
mein Lieber,
weg von jedem,
der womöglich ein scharfes Messer stechen wird,
in die heilige zarte Vision
Deines wunderschönen Herzens.
Wir haben die Pflicht,
Freundschaft zu schließen
mit jenen Aspekten des Gehorsams,
die außerhalb unseres Hauses stehen
und unserer Vernunft zurufen:
"Oh bitte, Oh bitte,
komm heraus und spiele".
Denn wir sind nicht hierhergekommen,
um Gefangene zu machen,
oder unseren wunderbaren Geist zu beschränken,
sondern um tiefer
und immer tiefer zu erfahren:
unseren göttlichen Mut,
Freiheit
und Licht!
Hafiz
Aus meinem Atem schöpfe ich Gott,
Und mein Auge ist ein Geschäft
Wo ich Ihn der Welt
Anbiete.
St. Thomas von Aquin |

IL SUFISMO
Mistica, Spiritualità e pratica
(SUFISMUS, Mystik, Spiritualität und Praxis)
Armenia Verlag, Februar 2010, Milan
“Der Autor dieses Buches - das dritte einer wertvollen Serie - nimmt den Leser bei der Hand und führt ihn auf eine Reise durch die Konstellationen des Sufiwegs, direkt bis zum Zentrum des Herzens. Wenn ihr Praxis und gelebte Spiritualität liebt, ohne Theorien und langweilige Erörterungen, ist das das Buch für Euch. Der Meister bietet eine Unzahl von praktischen Hilfen. Ausgezeichnet."
Mike Plato, “FENIX”, Magazine of Enigmas and Mysteries of the History and the Sacred , n.17, März 2010
"ALLE SUFIS AUS BUCHARA
Kurzer Exkurs. Es gab eine Zeit, in der war Buchara das größte spirituelle Zentrum Asiens. Buchara, Usbekistan. Heute gibt es noch zu Hotels umgewandelte Koranschulen für die wenigen Touristen, eine fast verlassene Moschee, eine große Universität, Schatten dessen, was der Islam einst in jenem Teil der Welt bedeutete, als Avicenna jene Straßen überquerte, die Lehre vom großen Bedürfnis nach Gott verbreitend, die er mit ausgefeilten psychologischen Einsichten vereinte. Es ist insbesondere die Stille, die beeindruckt. Stille in den unmöglichen Mittagsstunden, Abendstille auf den spärlich oder gar nicht beleuchteten Straßen. Stille des Waffenstillstandes außerhalb der Stadt. Damals war das nicht so, da hatte die Stille einen anderen Wert. Für mehr als zwei Jahrhunderte, zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert, wurden in Buchara die bedeutendsten Sufimeister geboren, die jemals auf der Welt gewirkt haben, dort lebten und lehrten sie, und unter ihnen, um nur einen zu nennen, Shah Bahauddin Naqshband, Gründer des wichtigsten, heute noch aktiven Ordens. Eine spirituelle Renaissance, heute noch sichtbar in der Schönheit der Paläste, den Mosaiken der Bogengänge, den Gravuren an den Haustüren, den grünen Kuppeln unter der Sonne. Eine kollektive Intelligenz, dem Zeugnis der Liebe zu Gott geweiht, derselbe uneigennützige Wunsch nach Erhöhung, der ganz Europa über Nacht mit gotischen Kathedralen anfüllte.
Angekommen in Buchara, bleibt von all dem nichts, außer vielleicht in einigen praktisch menschenleeren Mausoleen und Gräbern. Die Einheimischen, nach siebzig Jahren Realsozialismus und dreißig Jahren Demokratie á la carte, haben ihre Großeltern vergessen. Wenn sie aus anderen Ländern gekommene Derwische und Sufi-Aspiranten vorbeiziehen sehen, die der Erinnerung an die alten Meister Tribut zollen, scheinen sie ein wenig Staub abzuschütteln und fast schon einen Hauch von Erinnerung zu bekommen. Der sich sofort den Umständen unterordnet: Der Islam ist auch in Usbekistan zur Staatsangelegenheit geworden oder zur Sache der Salafiten, sehr daran interessiert, in der alten Hauptstadt der Seidenstraße zu missionieren. Die Stimmen der Meister gehen unter in einem beängstigten Schweigen. Ende des Exkurses.
Aus Buchara zurückkommend, bleibt die Erinnerung an jene Stimmen. Die Sufis sind nicht ausgestorben, nur verstreut, still, zurückhaltend. Aber man muß sie nur zu suchen wissen, um sich finden zu lassen. So springt einem das dritte, von einem von ihnen geschriebene Buch entgegen. Ein Deutscher, ein Naqshbandi Scheich des einundzwanzigsten Jahrhunderts. Und beim Lesen wird einem die Buchara umgebende Stille von Neuem vertraut. Es ist die Stille vor dem Hintergrundgeräusch, das wir selbst verursachen, das uns daran hindert, zuzuhören. Wir selbst sind unsere ärgsten Feinde. Es ist das, was die Sufis Ego nennen, unser Lieferant von Albträumen und alltäglichem Unglücklichsein, das am Schmerz festgeklammert bleibt, das nicht aufhört, zu wählen, weil es in der unendlichen Wahlfreiheit lebt, das alles will, aber es nicht schafft, von irgendetwas Befriedigung zu erlangen, das das Paradies auf Erden ankündigt, aber diese nur in eine Hölle zu verwandeln weiß. Dort unten sind wir begraben, wie unter einer Decke aus Staub der Jahrhunderte, wie auf den leeren Straßen Bucharas. Ohne eine Erinnerung mehr daran, wer wir sind. Burhanuddin Herrmann, Sufismus. Mystik, Spiritualität und Praxis, Armenia". Dario Olivero, Tageszeitung 'La Repubblica', 11 August 2010
"BEI EINER SUFI-LEKTION MIT BURHANUDDIN
Autor erfolgreicher Bücher wie "Il derviscio metropolitano" und "Das Kamel auf dem Dach", präsentiert Burhanuddin Herrmann nun einen neuen Band, "Il Sufismo", herausgegeben, wie seine Vorgänger, von Armenia ...
Die Gnade der Sufis und Burhanuddins ist nicht das Vorrecht berufsmäßiger Ordensleute, sie eignet sich auch für Laien. Das Buch ist unterteilt in kurze Kapitel, die einem den Weg weisen, um in die Gnade einzutauche." Lauretta Colonnelli, Tageszeitung 'Il Corriere della Sera', 18 September 2010
|

Angst ist
das billigste Zimmer im Haus.
Ich hätte Dich gerne
in einem besseren Zustand gesehen,
denn Deine Mutter und meine Mutter
waren befreundet.
Ich kenne den Gastwirt
in diesem Teil des Universums.
Ruhe Dich etwas aus heute Nacht.
Komme morgen zu meinem Lied,
wir können gehen,
um gemeinsam
mit dem Freund zu reden.
Ich sollte gerade jetzt keine
Versprechungen machen,
aber ich weiß, wenn Du betest,
wird etwas Gutes geschehen.
Gott möchte mehr Liebe sehen
und Verspieltheit in Deinen Augen,
denn das ist Ihm Dein größter Zeuge.
Deine Seele und meine Seele
saßen einst zusammen
in des Geliebten Schoß
und füßelten miteinander.
Dein Herz und mein Herz
sind sehr,
sehr alte Freunde.
Hafiz |
IL DERVISCIO METROPOLITANO
Vivere oggi la tradizione Sufi
(DER WELTSTADT-DERWISCH
Wie man heutzutage die Sufitradition leben kann)
Armenia Verlag, Oktober 2007, Milan
"DER WELTSTADT-DERWISCH
Sufis schreiben wenig, und wenn sie es tun, schreiben sie auf eine einfache Art. Geschichten, Anekdoten, Kurzgeschichten. Darüber hinaus geben sie ihre Lehre auf eine sehr praktische Weise weiter. Sie tanzen, um sich Gott zu nähern. Sie wiederholen ohne Pause die Namen Gottes, bei dem, was sie Zikhr nennen. Sie beten. Sie diskutieren auch viel. Über den Menschen, über Gott, über die Hindernisse, die jene trennen, und was zu tun ist, um sie zu überwinden. Sie sind davon überzeugt, dass die unendliche Liebe, die Gott für den Menschen hegt, diesen retten wird. Wenn jemand sie fragt, wie man an Gott glauben soll, lautet eine der Antworten, die man zu bekommen riskiert: du sollst nicht an Gott glauben, du sollst Ihn lieben. Man nennt sie die Mystiker des Islam. Dies ist nicht ganz korrekt. In den Jahrhunderten ihrer Geschichte haben sie äußerst raffinierte psychologische Erkenntnisse, Meditationstechniken und Lehrmethoden entwickelt. Alle zu einem einzigen Zweck: sich von der Illusion zu befreien, glücklich sein zu können, indem man dem folgt, was unser Ego befiehlt, und sich mit Vertrauen Gott zu überlassen, Allah. Aber sie sind keine Wesen, die in ihrer eigenen Welt leben. Sie sind, um es mit ihren Worten zu sagen, in der Welt, ohne von der Welt zu sein. Sie beschmutzen sich in der unvollkommenen Realität der Menschen, der sie eine Chance geben. Man kann hier glücklich sein, es reicht, zu wissen, wonach man sucht. Und was man hinter sich lassen muß.
Ein Handbuch für die Männer dieser Welt und dieser Zeit ist "Der Weltstadt-Derwisch" (Armenia, 15,50 €) von Burhanuddin Hermann, Sufi-Meister und Schüler von Maulana Scheich Nazim, Großmeister des alterwürdigen Sufi-Ordens Naqshbandi. Nichts Anspruchsvolles, nichts, was das Leben von irgendjemandem verändern könnte, der nicht bereits beschlossen hat, es verändern zu lassen. Es ist nur ein Buch, geschrieben von einem Sufi. Menschen, die wenig schreiben. Praktische Menschen."
Dario Olivero, Tageszeitung 'La Repubblica',
25 Oktober, 2007.
"Der Derwisch in den Städten" ist ein Handbuch für Menschen von heute und Menschen aus dieser Welt.“,
Dario Olivero,Tageszeitung 'La Repubblica', Oktober 2007.
"Der Derwisch in den Städten“. Ein Mensch aus dem Westen drückt mit seinem Leben die Quintessenz des asketischen, ekstatischen und friedlichen Sufiwegs aus, dem mystischen Herzstück des Islam."
Livia Serlupi Crescenzi, "New Age and New Sounds Magazine", n.182, Februar 2008. |

Das Herz ist so:
Gesegnet und zerstört
Sobald es sie kennengelernt
hat
Die göttliche Schönheit.
Dann
Wird es
Ein Unruhiger
Himmelsstürmer.
Hafiz
Der kleine Mann
Baut Käfige
Für jeden,
den er kennt.
Während der Weise,
Der seinen Kopf
wegducken muß,
wenn
der Mond niedrig steht
weiterhin Schlüssel fallen läßt.
Die ganze Nacht lang.
Für die schönen
Rauflustigen Gefangenen.
Hafiz |
DAS KAMEL AUF DEM DACH
Weisheiten und Ratschläge eines modernen Derwischs
S. Fischer Verlag/O.W. Barth Verlag
Frankfurt, März 2009
Das Kamel auf dem Dach ist auch auf Spanisch erhältlich bei Palmyra Libros, Madrid, erschienen im Juli 2008, und auf Italienisch beim Armenia Verlag, Milan, erschienen im Mai 2006.
"Dies ist kein Buch, sondern eine Straße. Ein Weg der Weisheit, der mit festem Willen, aber auch mit sanfter Freude begangen werden will. Ich habe keinen Zweifel, dass dies der richtige Weg ist, um sich gegenüber der höchsten Einheit der Schöpfung zu öffnen und darin seine Seele zu finden".
Prof. Gabriele La Porta, Rai2 tv, 20 Juni 2006.
"GOTT, DIE SUFIS, DAS KAMEL
Es passiert einem nicht jeden Tag, einen Sufi-Meister zu treffen. Vielleicht ist es so, wie ihre Tradition sagt: "Es ist der Lehrer, der Dich aufsucht, wenn Du soweit bist“. Sehr viel einfacher ist die sich hier bietende Gelegenheit, einen von ihnen in einem Buch zu treffen: "Das Kamel auf dem Dach. Sufi-Diskurse" (Armenia, 14.90) von Burhanuddin Hermann. Es ist ein Buch, das von unten kommt: eine durchaus weitverzweigte Gemeinschaft folgt den Seminaren dieses deutschen Sufi-Meisters, der Italien und die Welt bereist, denen vortragend, die ihm zuhören wollen. Aus diesen Treffen ist dieses Werk hervorgegangen. Einige Vorwarnungen. Die erste ist, der Autor ist Muslim, und dies könnte für viele ein Problem sein. Wenn nicht, weitere Vorwarnungen. In diesem Buch wird viel über Gott und die Liebe gesprochen. Es wird über antike Praktiken wie das Zikhr gesprochen, die Wiederholung der Namen Gottes, die die Derwische praktizieren, neben dem Drehtanz, um sich dem Absoluten zu nähern. Es wird gesprochen vom einzigen und großen Jihad, den der Mensch zu machen berufen ist, demjenigen gegen das eigene Ego und seinen unauslöschlichen Wunsch, lieber leiden als sich Gott ergeben (Islam) zu wollen. Trotz des Aufkeimens an Texten über den Sufismus finden sich hier keine New Age Abkürzungen, so wie sich ja auch niemand träumen lassen würde, solche in einer Religion wie dem Christentum zu finden. Sufis sind fröhliche Menschen, wie schon der Titel zeigt, daher ist die Leichtigkeit das Motto des Buches. Gute Reise."
Dario Olivero, Tageszeitung "La Repubblica", 13 April 2006
|